Balladenprogramme

Unser Spielplan umfasst zur Zeit drei literarische Programme:

  • ...und der Mensch versuche die Götter nicht!
    Ein inszeniertes Balladenprogramm.
  • Von schwimmenden Monden und ertrinkenden Tagen
    Eine Villon Fantasie.
  • Schiller für Schüler



...und der Mensch versuche die Götter nicht!

Inszenierte, klassische deutsche Balladen.
Erleben Sie Friedrich Schiller, Ludwig Uhland, Conrad Ferdinand Meyer, Otto Ernst, Heinrich Heine und Annette von Droste Hülshoff auf eine neue, ungewöhnliche Art.

Mit seiner äußerst lebendigen und eindrucksvollen Vortragsweise schafft es Rüdiger Paulsen, die Zuschauer in den Text hineinzuholen, sie zu fesseln und für fast zwei Stunden mühelos zu faszinieren.
Interessante Hintergrundinformationen zu den DichterInnen und den Balladen ergänzen das Programm.

Die Presse schrieb:
"...wer Paulsen kennt, weiß um seine unbedingte Bühnenpräsenz. Niemand der zahlreichen Gäste hatte demnach ein Problem mit den Balladentexten, denn Paulsen verstand es hervorragend, optische und akustische Elemente sowie sparsame Requisiten zur Unterstützung seiner professionellen Rezitation einzusetzen."

Spieldauer: 2 x 45 Minuten (15 Minuten Pause)
Bühnenanforderung: 6 x 4 m auf Podesten. (mindestens 0,40 cm)

Von diesem Balladen-Programm können Sie zur Zeit einen kleinen Ausschnitt sehen.
Klicken Sie bitte Hier

Von schwimmenden Monden und ertrinkenden Tagen. Eine Villon Fantasie.

Ein literarischer Theaterabend mit Balladen des größten Dichters des französischen Mittelalters.
Eingebettet in zeitgeschichtliche Exkurse über das 14.+15. Jahrhundert und in biographische Notizen wird Francois Villon in seinen Balladen lebendig. Er war ein Fanatiker der Unabhängigkeit, der sich von Nichts und Niemandem etwas vorschreiben ließ. Er beschrieb die Dinge in Raum und Gestalt ihrer unverfälschten Wirklichkeit und war der einzige Dichter seiner Zeit, der den Sprachbogen seiner Verse von Schwulst und Schnörkel abrückte und so schrieb, wie es ihm aus Herz und Feder floss.

Rüdiger und Cordula Paulsen haben Villon inszeniert und seine Balladen in ein theatralisches Spiel eingebunden.

Durch die szenische Darstellung gewinnen die Texte von Villon an Intensität, zeigen den Dichter in allen Facetten seines Lebens und seiner Kunst, berühren die Zuschauer und garantieren einen spannenden, abwechslungsreichen Theaterabend.

Der deutsche expressionistische Dichter Paul Zech (1881-1946) lieferte mit seinen Übersetzungen und Nachdichtungen die Grundlage für diese Produktion. Uns ist bekannt, dass die Arbeit von Paul Zech umstritten ist. Andere Übersetzer wie: Karl Klammer, Martin Löppelmann, Walter Widmer, Ernst Stimmel, Martin Remane, Walther Küchler oder Joseph Chapiro erschienen uns aber, nach genauen Studium, als nicht griffig genug für eine Bühneninszenierung. Literaturhistorisch gesehen mögen sie exakter übersetzt und weniger mit eigenen Nachdichtungen oder Interpretationen verfremdet sein. Was allerdings in den meisten Fällen fehlt, ist die menschliche, emotionale Komponente. Für Paul Zech ist das notwendige Wissen über die Zeit, in der ein Dichter sich bewegt, unabdingbare Voraussetzung für ein Verständniss dessen Werke. Zech hat es so meisterlich verstanden, sich in Zeit und Dichter einzufühlen, den lyrischen Fokus herauszufiltern und in unsere Sprache zu transformieren, dass wir, die Lesenden und Hörenden mit Leichtigkeit einen Einstieg in diese gelebte Vergangenheit bekommen. Einen Einstieg, der weit über das rein sprachliche Verstehen hinausgeht und Berührungen im emotionalen Bereich erlaubt. Wenn eine Übertragung diese Intensität des sich Hineinfühlens und - verstehens ermöglicht, ist es wahrlich von sekundärer Bedeutung, ob Wort für Wort übersetzt wurde.

Die Produktion: "Von schwimmenden Monden und ertrinkenden Tagen" ergänzt nun die Arbeit Zechs um den Aspekt des Sehnens.

Bei der Premiere im August 2007 stellten die Paulsens unter Beweis, dass sie diese Aufgabe gemeistert haben. Beigeisterter Zuspruch bei Publikum und Presse gab ihnen recht, dass sich aus mittelalterlichen Balladen durchaus ein spannendes und unterhaltsames Theaterstück entwickeln läßt.

Den historischen Hintergrund lieferten die Arbeiten des Österreichers Prof. Fritz Habeck. Für alle, die gerne weiter in die Materie eindringen möchten, empfehlen wir:
Fritz Habeck, Villon oder die Legende eines Rebellen, 1. Auflage 1969, Verlag Fritz Molden, Wien.
Unserer Meinung nach das Beste, was sich auf dem deutschsprachigen Buchmarkt finden läßt.

Spieldauer: 2 x 45 Minuten (15 Minuten Pause)
Bühnenanforderung 6 x 4 m auf Podesten (mindestens 0,40 cm hoch)

Demnächst (Ende Mai 2010) wird es auch zu diesem Programm eine kleine filmische Impression geben.

Schiller für Schüler

Informationen zu diesem Programm erfragen Sie bitte telefonisch unter 05203 919152.





 


© 2009 Theaterbüro Paulsen